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Sirahova, Chapter 38

Bible Study - Sirahova 38 - German - Luther Bible 1984 - Web
 
 
 
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1. Ehre den Arzt mit gebührender Verehrung, damit du ihn hast, wenn du ihn brauchst;
  
2. denn der Herr hat ihn geschaffen, und die Heilung kommt von dem Höchsten, und Könige ehren ihn mit Geschenken.
  
3. Die Kunst des Arztes erhöht ihn und macht ihn groß bei Fürsten und Herren.
  
4. Der Herr läßt die Arznei aus der Erde wachsen, und ein Vernünftiger verachtet sie nicht.
  
5. Wurde nicht das bittere Wasser süß durch Holz, damit man seine Kraft erkennen sollte?
  
6. Und er hat solche Kunst den Menschen gegeben, um sich herrlich zu erweisen durch seine wunderbaren Mittel.
  
7. Damit heilt er und vertreibt die Schmerzen, und der Apotheker macht Arznei daraus,
  
8. damit Gottes Werke kein Ende nehmen und es Heilung durch ihn auf Erden gibt.
  
9. Mein Kind, wenn du krank bist, so mißachte dies nicht; sondern bitte den Herrn, dann wird er dich gesund machen.
  
10. Laß ab von der Sünde und handle rechtschaffen und reinige dein Herz von aller Missetat.
  
11. Opfre lieblichen Geruch und feinstes Mehl zum Gedenkopfer, und gib ein fettes Opfer, als müßtest du sterben.
  
12. Danach laß den Arzt zu dir, denn der Herr hat ihn geschaffen; und weise ihn nicht von dir, denn du brauchst auch ihn.
  
13. Es kann die Stunde kommen, in der dem Kranken allein durch die Hand der Ärzte geholfen wird;
  
14. denn auch sie werden den Herrn bitten, daß er's ihnen gelingen läßt, damit es sich mit ihm bessert und er gesund wird und wieder für sich sorgen kann.
  
15. Wer vor seinem Schöpfer sündigt, der soll dem Arzt in die Hände fallen!
  
16. Mein Kind, wenn einer stirbt, so beweine ihn und klage wie einer, dem großes Leid geschehen ist, und verhülle seinen Leib, wie es ihm zukommt, und bestatte ihn mit Ehren.
  
17. Du sollst bitterlich weinen und von Herzen betrübt sein und Leid tragen, wie er es verdient hat,
  
18. etwa einen Tag oder zwei, damit man nicht schlecht von dir redet; und tröste dich auch wieder, damit du nicht allzu traurig wirst.
  
19. Denn vom Trauern kommt der Tod, und die Traurigkeit des Herzens schwächt die Kräfte.
  
20. In der Anfechtung bleibt die Traurigkeit, und ein Leben in Armut tut dem Herzen weh.
  
21. Laß die Traurigkeit nicht in dein Herz, sondern weise sie ab und denk ans Ende und vergiß es nicht;
  
22. denn es gibt kein Wiederkommen. Du hilfst ihm nicht, und dir tust du Schaden.
  
23. Denke daran: wie er gestorben, so mußt du auch sterben. Gestern war's an mir, heute ist's an dir.
  
24. Weil der Tote nun seine Ruhe hat, so höre auch du auf, ihn zu beklagen, und tröste dich wieder, weil sein Geist von ihm geschieden ist.
  
25. Wer Weisheit lernt, braucht viel Zeit, und nur wer sonst nichts zu tun hat, wird Weisheit gewinnen.
  
26. Wie kann der Weisheit erlernen, der den Pflug führt und stolz die Ochsen mit dem Stecken antreibt und nur mit solchen Arbeiten umgeht und mit nichts anderm als mit Ochsen zu reden weiß?
  
27. Er muß daran denken, wie er ackern soll, und muß spät und früh den Kühen Futter geben. -
  
28. Ebenso geht es den Zimmerleuten und Baumeistern, die Tag und Nacht arbeiten, oder denen, die Siegel stechen und fleißig Bilder malen; die müssen daran denken, daß das Bild ähnlich wird, und früh und spät darauf bedacht sein, daß sie es vollenden. -
  
29. Ebenso geht es dem Schmied bei seinem Amboß, der auf das Schmiedewerk achtet und vom Feuer versengt wird und sich in der Hitze des Ofens müde arbeitet.
  
30. Das Hämmern dröhnt ihm in die Ohren, und er sieht darauf, wie er das Werk richtig macht,
  
31. und muß daran denken, wie er's fertigbringt, und früh und spät darauf bedacht sein, daß es schön aussieht.
  
32. Ebenso geht es dem Töpfer; der muß bei seiner Arbeit sitzen und die Scheibe mit seinen Füßen drehen und muß immer um sein Werk besorgt sein und sein bestimmtes Maß an Arbeit tun.
  
33. Er muß mit seinen Armen aus dem Ton sein Gefäß formen und muß sich mit seinen Füßen abmühen.
  
34. Er muß daran denken, wie er's fein glasiert, und früh und spät den Ofen fegen. -
  
35. Diese alle vertrauen auf ihre Hände, und jeder versteht sich auf sein Handwerk.
  
36. Man kann sie beim Bau der Stadt nicht entbehren,
  
37. sie sind weder Beisassen noch brauchen sie umherzuziehen - doch zur Beratung des Volks werden sie nicht herangezogen, und in der Gemeinde treten sie nicht hervor;
  
38. auf dem Stuhl des Richters sitzen sie nicht, auf Bund und Gesetz verstehen sie sich nicht; sie können Recht und Gerechtigkeit nicht lehren,
  
39. und weise Sprüche werden bei ihnen nicht gefunden: doch sie stützen den Bestand der Welt und denken daran, wie sie ihre Arbeit verrichten können.


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Text source: LUT - The German Lutherbibel 1984. Copyright (c) 1985 by Deutsche Bibelgesellschaft (German Bible Society), Stuttgart. Used by permission.

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