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Judita, Chapter 12

Bible Study - Judita 12 - German - Luther Bible 1984 - Web
 
 
 
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1. Da ließ er sie in seine Schatzkammer hineinführen und bestimmte, daß sie dort bleiben sollte, und ordnete an, was man ihr von seinem Tisch auftragen sollte.
  
2. Aber Judit antwortete ihm: Ich darf noch nichts von deiner Speise essen, damit ich mich nicht versündige; ich habe aber ein wenig mit mir genommen; davon will ich essen.
  
3. Da sagte Holofernes zu ihr: Wenn das aufgegessen ist, was du mitgebracht hast, woher sollen wir dir dann anderes beschaffen?
  
4. Judit antwortete: So gewiß mein Herr lebt: bevor deine Magd alles verzehren wird, so wird Gott durch mich ausrichten, was er vorhat.
  
5. Als die Knechte sie in das Gemach führen wollten, wie er befohlen hatte,
  
6. bat sie, daß man ihr erlaubte, nachts, ehe es hell wird, hinauszugehen und zum Herrn zu beten.
  
7. Da befahl Holofernes seinen Kammerdienern, daß man sie drei Tage frei aus- und eingehen lassen sollte, um zu ihrem Gott zu beten.
  
8. So ging sie nachts hinaus in das Tal vor Betulia und wusch sich in einer Quelle.
  
9. Danach betete sie zum Herrn, dem Gott Israels, er möge sie so führen, daß ihrem Volk die Freiheit geschenkt werde.
  
10. Dann ging sie wieder in das Zelt, vermied, sich unrein zu machen, und aß nichts bis zum Abend.
  
11. Am vierten Tage machte Holofernes ein Festmahl für sein Gefolge und sagte zu seinem Kämmerer Bagoas: Geh hin und überrede die Hebräerin, zu mir zu kommen;
  
12. denn es gilt als Schande bei den Assyrern, wenn eine solche Frau uns unberührt entgehen und einen Mann zum Narren gehalten haben sollte.
  
13. Da kam Bagoas zu Judit und sagte: Schöne Frau, mein Herr will dich ehren; verweigere es ihm nicht und komm, um mit ihm zu essen, zu trinken und fröhlich zu sein.
  
14. Da sagte Judit: Wie dürfte ich meinem Herrn das abschlagen?
  
15. Alles, was ihm lieb ist, das will ich von Herzen gern tun mein ganzes Leben lang.
  
16. Sie stand auf und schmückte sich, ging hinein und trat vor ihn.
  
17. Da schlug das Herz des Holofernes schneller, und er entbrannte vor Begierde nach ihr.
  
18. Darum sagte er zu ihr: Laß dich nieder, trink und sei fröhlich; denn du hast bei mir Gnade gefunden.
  
19. Und Judit antwortete: Ja, Herr, ich will fröhlich sein, denn ich bin in meinem ganzen Leben nicht so hoch geehrt worden.
  
20. Und sie aß und trank mit ihm, aber nur, was ihre Magd ihr bereitet hatte.
  
21. Und Holofernes war fröhlich mit ihr und trank so viel, wie er in seinem Leben noch nie getrunken hatte.


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Text source: LUT - The German Lutherbibel 1984. Copyright (c) 1985 by Deutsche Bibelgesellschaft (German Bible Society), Stuttgart. Used by permission.

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