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Judita, Chapter 6

Bible Study - Judita 6 - German - Luther Bible 1984 - Web
 
 
 
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1. Nun wurde auch Holofernes sehr unwillig und sagte zu Achior:
  
2. Wie kannst du uns weissagen, daß das Volk Israel von seinem Gott beschützt wird? Ich werde dir zeigen, daß nur Nebukadnezar Gott ist und sonst keiner. Wenn wir sie nun alle schlagen wie einen Mann, so sollst auch du mit ihnen durch das Schwert der Assyrer sterben, und ganz Israel soll mit dir umkommen. Dann wirst auch du erkennen, daß Nebukadnezar der Herr aller Welt ist.
  
3. Und das Schwert meiner Leute soll dich durchbohren, und du wirst unter den Verwundeten Israels liegen und mußt sterben und verderben.
  
4. Meinst du aber, daß deine Weissagung gewiß ist, so brauchst du nicht zu erschrecken; und wenn du glaubst, daß diese meine Worte nicht erfüllt werden können, so brauchst du nicht so blaß zu werden.
  
5. Du sollst aber wissen: Wie es ihnen ergeht, so wird es dir auch ergehen; denn ich will dich jetzt zu ihnen schicken, damit du mit ihnen die verdiente Strafe durch mein Schwert empfängst.
  
6. Da befahl Holofernes seinen Knechten, daß sie Achior ergreifen, nach Betulia führen und in die Hände Israels geben sollten.
  
7. Und die Knechte des Holofernes ergriffen ihn und führten ihn über die Ebene. Als sie ins Gebirge kamen, zogen die Schleuderer ihnen entgegen.
  
8. Da wichen sie vom Abhang des Berges zurück und banden Achior mit Händen und Füßen an einen Baum; so gefesselt verließen sie ihn und zogen wieder zu ihrem Herrn.
  
9. Aber die Israeliten kamen von Betulia zu ihm herunter, banden ihn los und brachten ihn nach Betulia hinein; dort stellten sie ihn mitten unter das Volk und fragten ihn, was geschehen wäre, daß die Assyrer ihn gebunden zurückgelassen hätten.
  
10. Zu dieser Zeit waren Usija, der Sohn Michas, vom Stamm Simeon, und Karmi, der auch Otnïl hieß, die Obersten in der Stadt.
  
11. Vor diesen Ältesten und vor dem ganzen Volk sagte Achior alles, was ihn Holofernes gefragt und was er geantwortet hatte, und daß ihn die Leute des Holofernes wegen seiner Antwort töten wollten; aber Holofernes habe voll Zorn befohlen, man sollte ihn aus diesem Grunde den Israeliten übergeben. Sobald er Israel geschlagen hätte, wollte er ihn, den Achior, auch martern und umbringen lassen,
  
12. weil er gesagt hatte, der Gott des Himmels würde ihr Schutz sein.
  
13. Als Achior dies alles berichtet hatte, fiel das ganze Volk aufs Angesicht; sie beteten den Herrn an, klagten und weinten alle zugleich und beteten inständig zum Herrn:
  
14. Herr, Gott des Himmels und der Erde, blicke auf ihren Hochmut und sieh unser Elend an, sei deinen Heiligen gnädig und zeige, daß du nicht verläßt, die auf dich trauen, aber die stürzt, die auf sich vertrauen und auf ihre Macht.
  
15. So weinten und beteten sie den ganzen Tag. Und sie trösteten Achior und sagten:
  
16. Der Gott unsrer Väter, dessen Macht du gepriesen hast, wird dir's vergelten, so daß nicht sie auf dich herabsehen, sondern daß du siehst, wie sie geschlagen und vernichtet werden.
  
17. Und wenn uns der Herr, unser Gott, errettet, so sei Gott auch mit dir unter uns. Und willst du, so sollst du mit all den Deinen bei uns wohnen.
  
18. Als nun das Volk wieder auseinanderging, führte ihn Usija mit sich in sein Haus, bereitete ein großes Gastmahl für ihn
  
19. und lud alle Ältesten dazu ein. Sie ließen sich's wohl sein, nachdem sie so lange gefastet hatten.
  
20. Danach wurde das ganze Volk wieder zusammengerufen, und die ganze Nacht waren sie versammelt und beteten um Hilfe von dem Gott Israels.


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Text source: LUT - The German Lutherbibel 1984. Copyright (c) 1985 by Deutsche Bibelgesellschaft (German Bible Society), Stuttgart. Used by permission.

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