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Hiob, Chapter 7

Bible Study - Hiob 7 - German - Schlachter Version 2000 - Web
 
 
 
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1. Hat der Mensch nicht harten Frondienst auf Erden; sind seine Tage nicht wie die eines Tagelöhners ?
  
2. Wie einem Knecht, der sich nach dem Schatten sehnt, und wie einem Tagelöhner, der auf seinen Lohn harrt,
  
3. so wurden [auch] mir Monate voller Enttäuschung beschert und Nächte voller Qual zugeteilt.
  
4. Wenn ich mich niederlege, so spreche ich: Wann werde ich aufstehen? Aber der Abend zieht sich hin, und ich bin gesättigt mit Unrast bis zur Morgendämmerung.
  
5. Mein Fleisch ist bekleidet mit Maden und Schorf; meine Haut verkrustet und eitert.
  
6. Meine Tage gleiten schneller dahin als ein Weberschiffchen; sie entschwinden ohne Hoffnung.
  
7. Bedenke doch, daß mein Leben [nur] ein Hauch ist, daß mein Auge nichts Gutes mehr sehen wird!
  
8. Das Auge dessen, der mich [jetzt] erblickt, wird mich nicht mehr sehen; wenn deine Augen [nach mir sehen], so bin ich nicht mehr!
  
9. Wie die Wolke vergeht und verschwindet, so kommt, wer ins Totenreich fährt, nicht mehr herauf;
  
10. er kehrt nicht mehr in sein Haus zurück, und seine Stätte kennt ihn nicht mehr.
  
11. Darum will auch ich meinen Mund nicht zurückhalten; ich will reden in der Bedrängnis meines Geistes, in der Verbitterung meiner Seele will ich klagen:
  
12. Bin ich denn das Meer oder ein Ungeheuer, daß du eine Wache gegen mich aufstellst?
  
13. Wenn ich denke: Mein Bett wird mich trösten, mein Lager wird meine Klage erleichtern!,
  
14. so erschreckst du mich mit Träumen und ängstigst mich durch Gesichte,
  
15. so daß meine Seele lieber ersticken möchte und ich lieber tot wäre, als ein Gerippe zu sein.
  
16. Ich habe genug ! Ich will nicht ewig leben; laß ab von mir; meine Tage sind [nur] ein Hauch!
  
17. Was ist der Mensch, daß du ihn so hochhältst und daß du auf ihn achtest ?
  
18. Du suchst ihn Morgen für Morgen heim; alle Augenblicke prüfst du ihn.
  
19. Warum schaust du immer noch nicht von mir weg und läßt mir nicht einmal soviel Ruhe, daß ich meinen Speichel herunterschlucken kann?
  
20. Habe ich gesündigt? Was tue ich dir an, du Menschenhüter ? Warum hast du mich zu deiner Zielscheibe gemacht, so daß ich mir selbst zur Last bin?
  
21. Warum vergibst du meine Übertretung nicht und erläßt mir nicht meine Schuld? Denn jetzt muß ich mich in den Staub legen, und wenn du nach mir suchst, so bin ich nicht mehr!


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Text source: SCL - The German Schlachter Version 2000. Copyright (c) 2000 Genfer Bibelgesellschaft. Used by permission. Societe Biblique de Geneve/La Maison de la Bible/ Societa Biblica di Ginevra Praz-Roussy 4 bis CP 151 CH-1032 Romanel s/Lausanne Switzerland, http://maisonbible.net

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